Short-takes

Ab zur Arbeit

Samstag, 30.Januar 2010

Am Freitag morgen war wieder so ein Tag, man steht auf, schaltet das Radio ein und damit beginnt dann schon das Unheil:
“Es ist 6:30 am Freitag und Leute ziehen Sie sich warm an, der Freistaat ist eingeschneit”
…ich dachte nur, na toll schon wieder.

In diesem Fall habe ich 2 Möglichkeiten, entweder ich schaufele mein Auto frei um dann im eiskalten Auto auf die Arbeit zu fahren oder ich nehme die Öffentlichen…
Es schien mir nach einem Blick nach draussen zu anstrengend mein Auto freizuschaufeln (außerdem war ich nicht mehr sicher wo ich geparkt habe und wollte nicht lang suchen), mit anderen Worten ich nahm die Öffentlichen.

Wenn ich mit der UBahn fahre muss ich noch ein paar Minuten bis zur Arbeitsstelle laufen, ist ja kein Problem. Es war Freitag und ich war positiver Dinge!
Also stieg ich aus der UBahn und stampfte durch gefühlte 50cm Neuschnee. Natürlich mit Mütze und Handschuhe ausgestattet!
Ich überquere auf dem Weg zur Arbeit genau 2 Strassen, da kann also nicht viel passieren, nur so zur Info.

An der ersten Strasse sehe ich schon von weitem etwas komisches orangenes. Als ich an der Strasse ankam sah ich das Unheil…es war ein Schülerlotse bzw. eine Schülerlotsin! Das es sowas noch gibt dachte ich mir. Ich stand also an der Ampel und sie schrie durch den Schneesturm zu mir rüber “Warte noch, ich lass dich gleich rüber, schön stehen bleiben!”
Ich drehte mich um, schaute ob vielleicht ein paar Schulkinder neben mir stehen…nein, natürlich nicht. Hatte die jetzt mir mit geredet?!
Ich wartete noch auf grün und eigentlich wars mir eh egal.
Als die Ampel auf grün sprang, ging ich los…auf der anderen Strassenseite einwandfrei angekommen schaute mich die Schülerlotsin an und sagte: “Ich habe doch gesagt du sollst warten, ihr habt doch gelernt nur zu gehen wenn der Schülerlotse auf der Strasse steht und die Autos anhält.”

Wie immer schaute ich sie verstört an und sagte: “Es war GRÜN, ICH habe gelernt das ich da gehen darf und jetzt lassen Sie mich zur Arbeit gehen! Danke, schönen Tag noch!”
Ungefähr genauso verstört wie ich vorher schaute Sie mir nun nach…:-)

Wieder einmal auf der Arbeit

Freitag, 15.Januar 2010

Es war wieder einmal Tatort Büro.

Nichtsahnend arbeite ich meinen durch den Urlaub angehäuften Schreibtisch ab, als meine neue Kollegin das Büro betritt und folgendes sagt:

“Ah, hallo Steffi, gut das du noch da bist. Ich habe ein Problem mit dem Drucker, vielleicht kannst du mir da kurz bei helfen?!”
Ich denke mir, na klar kein Problem, werde ich schon hinkriegen.
NEIN, es handelte sich hier nicht wie ich zuerst dachte um ein rein technisches Problem….sie schob nämlich dann noch nach:
Das wär echt super wenn du kurz mit rüber schaust, weil mit deinen kleinen Händen kommst du mit Sicherheit an das Papier das da ganz hinten im Drucker hängt. Ich komme nämlich nicht hin.”

…natürlich kam ich dran… ;-)

Meine nette Kollegin

Mittwoch, 25.November 2009

Meine nette Kollegin sagt zu mir:

Also Steffi, das siehst du ja völlig falsch, immerhin wächst man an seinen Herausforderungen….tja und da hast nunmal noch einiges nachzuholen!”

So ist das…wie sagt man da doch so schön…
…mal bist du der Baum im Leben und mal bist du der Hund! ;-)

Sonnenbank II

Dienstag, 24.November 2009

Fast ein Jahr nach meinem letzten Sonnenbank Besuch, war es mal wieder soweit es zu probieren.

Ich war also mit Cindy auf der Sonnenbank, aber auf einer anderen als beim letzten mal, immerhin muss man ja jedem mal die Chance geben.

Alles verlief relativ unspektakulär, das ich meinen Ausweis zeigen musste, ist ja jetzt nichts erschreckendes. Nach der neuen Gesetzesregelung vom 01.01.2009.

20 Minuten später…etwas erholter und leicht gebräunt trete ich aus der Kabine, gehe um die Ecke zum Empfang. Dort steht nicht nur die Dame die mir am Anfang alles erklärt hat sondern jetzt auch noch eine blonde Kollegin. Diese besagte blonde Kollegin sieht mich, erschrickt ein bischen und flüsterte zu ihrer Kollegin “Hast du denn da nach dem Ausweis gefragt?!”, das mit dem flüstern hatte sie noch nicht so raus, denn ich verstand jedes Wort. Die Kollegin nickte nur.
Cindy war noch nicht fertig also ging ich zum Empfang um dort zu warten. Ich gesellte mich also zu den beiden Damen.
Die blonde Kollegin schaut mich an und sagt frech: “Na du bist aber doch noch keine 18!”
Dreistigkeit siegt!
Ich sagte: “Doch das bin ich, nämlich 22.”
Sie sagt: “Ah ja, ok, also wenn man dich so sieht denkt man nicht das du schon 18 bist, aber wenn du sprichst, dann SIEHT mans.”

Ich dachte: ?!?!AHHH jaa, genau. Und bei dir hat es einen Grund warum du im Sonnenstudio arbeitest! ;-)

Danach folgte noch ein kurzer “Mit-eigner-Tochter-Vergleich”…aber wir gingen.

The same procedure

Dienstag, 3.November 2009

Ja ja, immer das gleiche man bleibt auch nicht verschont….

Heute waren es die Anhänger einer weit verbreiteten Sekte (ich bin nicht sicher ob ich das so umschreiben darf) ok, die korrekte Beschreibung ist eine christliche orientierte Religionsgemeinschaft die sich kirchlich organisiert.
Diese Leutschens standen also heut vor meiner Tür, mit “Der Wachturm” und “Erwachet” und fragten ob ich und meine Familie religiös orientiert seien und ob wir uns gerne mit Ihnen über den Wert der Bibel in unserer Gesellschaft unterhalten möchten.

Ich schaute etwas verstört, immerhin brachte die gute Frau diese Sätze nur sehr schwer atmend heraus, was mich irritierte…sie war vom Weg in den 2. Stock dann wohl ein wenig außer Puste wie sie erklärte.

Jedenfalls sah sie meinen verstörten Blick und meine neu erworbenen Elchhausschuhe (!!!) die ich trug und fragte dann ganz vorsichtig: “Naja vielleicht sind auch deine Eltern da?” Da war es wieder…dieses Gerede wie mit einem kleinen niedlichen Tier… es fehlten nur noch die “ahhs und ohhs”.
Wie auch immer, “Eltern” war mein Stichwort, also sagte ich “Nein, die sind leider gerade im Moment nicht da.”
Sie nickte und meinte dann: “Und du hast nicht gerade etwas Zeit mit uns über die Wichtigkeit der Bibel in deinem Leben zu reden!”
Ich antwortet: “Öhm, NEIN.

Sie: “Gut, auf Wiedersehen”
Ich: “Tschüss”

Sie werden übrigens wiederkommen, wenn dann meine Eltern da sind…;-)

Kleine Pause mit Uli

Donnerstag, 22.Oktober 2009

Uli kommt in mein Büro und fragte “Na, gehen wir mal kurz was raus, ich brauche frische Luft, ich bin sauer.”
Ich ging also, nachdem Uli in meinem Büro noch ihren Zuckerhaushalt und ihre Laune versuchte zu retten mit 2 Kno***s, mit ihr nach draussen.

Vorab als Randbemerkung, Uli ist ca. 2 Köpfe größer als ich.

Irgendwie war es gestern generell kein guter Tag zum arbeiten, alles lief schief und alle waren schlecht gelaunt.

Wie auch immer, wir standen draussen und Uli meinte dann “Man, ich bin so genervt hier, das ich gerade überlege eins von den drei Bier aus meinem Rucksack zu trinken.”
Ich hielt das für keine gute Idee auf der Arbeit…aber wir blieben mit unserer Unterhaltung bei dem Thema Bier.

Sie sagte: “Ich habe nämlich das gute chinesische gekauft “Tsingtao“, weil ich heute Abend mit meiner Schwester zu einem Chinesisch-Kochkurs gehe und da dachte ich mir, das Bier muss dazu passen.”
Ich grinste, denn auf solche Ideen kam auch nur Uli :-)

Ich fragte Uli ein wenig über das Tsingtao Bier aus, wie es schmeckt und ob es stärker ist als Deutsches.
Sie meinte nur: “Also Steffi, wenn ich das Bier vergleichen müsste mit dem deutschen, dann würde ich sagen, du bist das chinesische Tsingtao und ich das deutsche Bier!! Noch fragen?!
Ich lachte und immerhin hatte ich jetzt einen authentischen Vergleich.

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Wieder einmal Volksfest

Freitag, 4.September 2009

Es ist ja wieder einmal Volksfest in Nürnberg…
Gestern war ich also mit Nicole und Carsten auf dem Volksfest.Es war Regen angekündigt, somit perfekt…es war leer. Richtig schön leer!

Die beiden wollten dann erst einmal etwas essen, da ist die Auswahl ja bekanntlich recht groß und daher schlenderten wir erst mal 1 1/2 Runden bis die beiden sich entscheiden konnten. Ich hatte vorerst keinen Hunger.

Die beiden bestellten und wir standen an den Tischen des Standes damit die beiden auch in Ruhe essen konnten.
Kurz nachdem wir uns an den Tisch platziert haben, erschien dann auch der “Koch” des Essenswagens und kam auf uns zu und sagte an mich gewandt “Hier wenn du schon kein Essen bekommst, dann wenigstens Gummibärchen!” und er zwinkerte mir zu während er mir Gummibärchen überreichte. Ich fühlte mich in dem Moment ganz klein und niedlich wie er mich so mitleidig anschaute…

Tja, ich sollte mal einen Versuch starten meine Vorteile aus dem Ganzen ziehen zu können…ihr werdet davon unterrichtet ;-)

Der Marci

Montag, 24.August 2009

Ich habe eine Einladung zum Essen bekommen und wollte nun nochmal alle Details abklären.
Ich telefoniere also mit dem Marci und zwar so:

Marci: Hey
Moi: Hey, na wann solls denn dann losgehen bei dir?
Marci: Ja, ich dachte so gegen 20:00 Uhr.
Moi: Ok, alles klar. Ich wollt nur noch sagen, das ich dann den Tag über sehr wenig essen werde, das heißt ich habe dann viel Hunger. Stell dich bitte darauf ein das ich dann ausgehungert bin…
Marci: Kein Problem, ich werde darauf vorbereitet sein…wenn dann der kleine Hunger kommt!

Tss…der wird sich noch wundern ;-)

Guiliana

Dienstag, 14.April 2009

Ich habe am Wochenende meine Halb-Cousine Guiliana kennengelernt.
Guiliana ist 6 Jahre und hat scheinbar die Gene der anderen Seite geerbt, denn sie ist für ihr Alter schon recht groß.
Jedenfalls sah Guiliana mich immer so skeptisch an, das ganze Wochenende über…irgendwie war mir das suspekt.

Als sie dann sah wie ich meine Tasche wieder packte kam es zu folgendem Dialog:

Guiliana: Was machst du da?
Ich: Ich packe meine Tasche.
Guiliana: Wieso?
Ich: Weil ich heute wieder zu mir nach Hause fahre.
Guiliana: Wo ist denn dein Zuhause? Ich dachte du wohnst hier?
Ich: Nein, ich wohne in Nürnberg.
Guiliana: Und wieso musst du da wieder hin fahren?
Ich: Weil ich da arbeite.
Guiliana: Gehst du nicht zur Schule? Wohnst du da alleine?
Ich: Nein, ich gehe nicht mehr zur Schule und ja, ich wohne alleine.
Guiliana: Aber du bist doch noch viel zu klein, du darfst doch noch gar nicht arbeiten.
Mein Gedanke war “Na wenn es nach der Größe geht…perfekt, da müsst ich ja in meinem ganzen Leben nicht arbeiten”
Ich: Doch, leider schon.
Guiliana: Aber wie alt bist du denn dann?
Ich: Was glaubst du denn?
Guiliana schaut mich prüfend an und überlegt, das ich ja dann schon älter bin, als sie eigentlich dachte und sagte: Du bist bestimmt 13.
Ich sagte: Nein, ich bin über 10 Jahre älter als du…
Guiliana konnte das natürlich noch nicht ausrechnen und ich sagte: Ich bin 22.

Ich glaube, nach Ihrem Blick zu urteilen ging 22 über ihre Vorstellungskraft!

Denn wie sie später ihren Eltern erklärte war man entweder erwachsen so wie Ihre Mama und ihr Papa, aber dann ist man auch groß oder man ist noch klein, aber dann ist man auch noch keine 22.

Sehr geil, die Auffassung einer 6-jährigen!

Das Rubbellos

Samstag, 14.März 2009

Ich habe von meiner Mutter letztes Jahr als “Adventskalender” 24 Rubbellose geschickt bekommen.
Das blöde daran ist, das es diese Lose hier in Bayern nicht gibt. Das führt dazu das alle Lose wo ich etwas gewinne, entweder meiner Mum nach Hause schicken muss oder dann einlöse wenn ich mal wieder in Köln bin.

Am Wochenende war ich mal wieder zu Hause und hatte endlich mal daran gedacht die Gewinn-Lose mitzunehmen.
Ich fuhr also mit meiner Mum an einem Kiosk vorbei und meinte nur, das ich die Lose kurz einlösen möchte. Erschreckend an der Sache ist, das ich von 24 Losen insgesamt nur 2,50€ gewonnen habe. Naja wie sagt man doch, Pech im Spiel…ach egal;-)
Meine Mum und ich stehen also in dem Kiosk, ich gebe die Lose ab und sage zeitgleich “Ich möchte die 2,50€ nicht ausgezahlt bekommen sondern neue Lose dafür, vielleicht bringts ja etwas…”. Die Verkäuferin schaute mich an, schaute danach meine Mutter an und sagte “Bist du denn schon 18?”.
Ich hatte es natürlich kommen sehen, ich sagte nur genervt “Ja!”. Sie schien mir zu glauben, wobei ich dachte, das ich die Lose ja eigentlich nur einlösen wollte und nicht kaufen, daher könnte es doch egal sein. Mir kam dann der Gedanke an die Lotto Radiowerbung, vielleicht kennt ihr die “Spielteilnahme erst ab 18 Jahre. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe unter www.bzga.de“. Ich musste grinsen, als mir die Werbung durch den Kopf ging.

Meine Vorgehensweise hatte sich ausgezahlt, für die 2,50€ die ich wieder in Lose investiert hatte, habe ich 5€ gewonnen! Ich habe mich so sehr darüber gefreut, das ich gleich das Ganze nochmal probieren wollte (vielleicht hätte sich der Gewinn ja nochmals verdoppelt). Da kam der Punkt wo ich wieder an die Radiowerbung denken musste und nicht weiter spielte…:-)

Als wir den Kiosk verließen, sagte ich zu meiner Mum “Komisch, was wird die Verkäuferin denn gedacht haben, das du meine Schwester bist?”
Meine Mum grinste nur…


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